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Instagram-Wachstum für Food & Beverage: Leitfaden 2026

16. April 2026 17 Min. Lesezeit

Instagram-Wachstum für Food & Beverage: Vollständiger Leitfaden 2026

Ein perfekt gegossener Cappuccino mit Latte Art, ein farbenfroher Cocktail im Gegenlicht, eine Vitrine voller frisch gebackener Croissants: Die Food-&-Beverage-Branche lebt von Bildern, und Instagram ist die ideale Bühne für jedes Lokal, das neue Gäste gewinnen will. Ob Café, Bäckerei, Eisdiele, Cocktailbar oder Specialty-Coffee-Roesterei: Dieser Leitfaden liefert dir erprobte Strategien, um dein Instagram-Profil in ein echtes Wachstumsinstrument zu verwandeln.

Restaurants behandeln wir in einem eigenen Artikel. Hier geht es um alle Betriebe, deren Produkte schnell, visuell und alltagsnah sind: vom Morgenkaffee bis zum Feierabend-Aperitivo, vom handwerklichen Eis bis zum Craft Beer.

Warum Instagram ideal für Food & Beverage ist

Cafés, Bäckereien, Eisdielen und Cocktailbars gehören zu den meistfotografierten und meistgeteilten Orten auf Instagram. Das ist kein Zufall: Essen und Getränke sind von Natur aus visuell, und Gäste teilen sie freiwillig, ohne dass man sie darum bitten muss.

Der „Instagrammable“-Faktor bringt Gäste ins Lokal

Heute entscheiden viele Menschen anhand von Instagram, wo sie frühstücken, einen Aperitivo trinken oder eine Torte kaufen. Das Konzept der „Instagrammability“ ist alles andere als oberflächlich. Es ist ein echter Treiber für physischen Kundenverkehr. Ein kreativ servierter Cocktail, eine liebevoll gestaltete Vitrine, eine Ecke im Lokal mit besonderer Ästhetik: All das erzeugt spontane Inhalte von Gästen, die wiederum neue Gäste anziehen.

Visuelle Produkte, natürliches Teilen

Denk an das, was du täglich verkaufst: Latte Art, goldene Croissants, bunte Eissorten, geschichtete Cocktails, Craft Beer mit perfekter Schaumkrone, dekorierte Torten. Jedes einzelne Produkt ist bereits ein potenziell viraler Inhalt. Anders als in vielen anderen Branchen musst du in der Gastronomie nichts erfinden. Dein Produkt ist von Natur aus fotogen.

Lokale Entdeckung über Stories und Geotags

Instagram funktioniert wie eine lokale Suchmaschine, besonders für die F&B-Branche. Wenn jemand nach „Café München“ oder „Bäckerei Berlin“ im Explore-Bereich sucht, erscheinen geogetaggte Inhalte und lokale Hashtags. Stories mit Standort-Tags tauchen auf den Ortsseiten auf und erreichen Personen, die gerade die Gegend erkunden. Für ein stationäres Lokal ist diese Sichtbarkeit unbezahlbar.

Der Kreislauf täglicher Inhalte

Ein enormer Vorteil der Food-&-Beverage-Branche gegenüber anderen Sektoren ist die natürliche Wiederholung des Angebots. Jeden Tag hast du etwas Neues zu zeigen: das Frühstück am Morgen, den schnellen Mittagsimbiss, den Aperitivo, das Dessert des Tages. Das bedeutet, dass dir nie die Inhalte ausgehen, vorausgesetzt, du hast eine klare Strategie, was du wann veröffentlichst.

12 Content-Strategien für die Food-&-Beverage-Branche

Hier sind die wirksamsten Content-Strategien für Cafés, Bäckereien, Eisdielen, Cocktailbars und Specialty-Coffee-Shops. Du musst nicht alle gleichzeitig umsetzen. Wähle die passendsten für deinen Betrieb aus und erstelle einen Redaktionsplan, der sie abwechselnd einsetzt.

1. Product Hero Shots: Das Produkt im Mittelpunkt

Der perfekte Cappuccino, der Cocktail des Tages, die frisch gebackene Torte, das Eis in der Waffel mit drei Sorten. „Hero Shots“ deines Produkts sind das tägliche Brot deines Profils. Der Schlüssel ist natürliches Licht: Platziere das Produkt nah an einem Fenster, verwende einen sauberen Hintergrund (die Marmortresen, ein Holzbrett, eine dunkle Ablage) und fotografiere mit dem Smartphone leicht von oben. Verzichte auf Blitz und Neonlicht.

2. Reels: Latte Art, Cocktail-Zubereitung und mehr

Zubereitungsvideos gehören zu den viralsten Inhalten in der F&B-Branche. Ein 15- bis 30-sekuendiges Reel, das die Entstehung einer Latte Art zeigt, das Shaken eines Cocktails, das Dekorieren einer Torte oder das Gießen von Schokolade über ein Dessert, kann selbst bei kleinen Profilen Tausende Aufrufe erzielen. Das Geheimnis liegt im kreativen Prozess: Menschen lieben es, zuzusehen, wie etwas entsteht. Füge ASMR-Audio hinzu (das Mahlen des Kaffees, das Brechen von Eis, das Knacken einer Brotkruste), um das Engagement zu steigern.

3. Tagesmenü oder Wochenmenü via Stories

Etabliere ein wiederkehrendes Format: Veröffentliche jeden Morgen das Tagesmenü in einer Story mit einem einheitlichen grafischen Template. Jeden Montag das Wochenmenü. Diese Art von Inhalt schafft eine Gewohnheit bei den Followern. Sie wissen, dass sie jeden Tag zu einer bestimmten Zeit deine Stories prüfen können, um zu entscheiden, wo sie frühstücken oder einen Aperitivo nehmen. Ein digitaler Termin, der sich in physische Besuche übersetzt.

4. Behind the Bar und Behind the Kitchen

Die Teigzubereitung um 5 Uhr morgens, das Rösten des Kaffees, der Barkeeper, der einen neuen Cocktail testet, der Konditor, der eine Hochzeitstorte zusammensetzt. Der Blick „hinter die Kulissen“ vermenschlicht deine Marke und schafft eine emotionale Bindung zum Publikum. Es muss nicht perfekt sein. Im Gegenteil: rohe, authentische Inhalte funktionieren besser als übermäßig gestylte. Zeige arbeitende Hände, Mehl, das durch die Luft wirbelt, aufsteigenden Dampf.

5. Saisonale Launches und Limited Editions

Das Herbstmenü mit Kürbis, die limitierte Sommereis-Sorte, der Weihnachtscocktail, die Oster-Patisserie. Saisonale Neuheiten erzeugen Vorfreude und Dringlichkeit. Kündige den Launch mit Teaser-Stories an („Ratet mal, welche neue Sorte kommt…“), veröffentliche am Launchtag das Vorstellungs-Reel und halte die Aufmerksamkeit mit Gäste-Content aufrecht, der die Neuheit zeigt. Zeitliche Knappheit ist einer der stärksten Verkaufstreiber in der F&B-Branche.

6. Inneneinrichtung und Atmosphäre

Das Erlebnis in einem Café oder einer Bäckerei beschränkt sich nicht auf das Produkt. Es ist die Atmosphäre. Fotografiere Details des Lokals: das warme Licht am späten Nachmittag, das Interior Design, frische Blumen auf der Theke, besondere Tassen. Diese Art von Inhalten spricht Menschen an, die einen Ort zum Verweilen suchen, zum Arbeiten am Laptop oder zum Treffen mit Freunden. Die Atmosphäre verkauft genauso wie das Produkt.

7. Team-Inhalte: Die Menschen hinter der Theke

Stelle den Barista und seine Leidenschaft für Specialty Coffee vor, den Konditor und seinen Werdegang, den Bartender und den Cocktail, der ihn repräsentiert. Menschen folgen Menschen, nicht Marken. Ein Reel, in dem dein Barista den Unterschied zwischen Flat White und Cappuccino erklärt, oder in dem dein Konditor erzählt, warum er ausschließlich französische Butter verwendet, schafft eine Bindung, die über den einzelnen Kauf hinausgeht.

8. Gästemomente einfangen

Das Lächeln beim ersten Schluck Kaffee, die Freundesrunde, die auf den Aperitivo anstößt, das Kind vor der Eisvitrine, die gespannte Erwartung beim Brunch. Gästemomente (immer mit deren Einverständnis) sind äußerst wirkungsvolle Inhalte, weil sie potenziellen neuen Gästen ermöglichen, sich in diese Szene hineinzuversetzen. Es braucht keine professionelle Produktion. Eine spontane Story genügt völlig.

9. Rezepte und Pairing-Tipps

Teile nützliche Tipps: „Wie du unsere Gebaeckstuecke mit dem richtigen Kaffee kombinierst“, „3 Cocktails für einen perfekten Sommerabend“, „So degustiert man handwerkliches Eis richtig“. Diese Art von edukativem Content positioniert dein Lokal als Autorität in der Branche und bietet den Followern echten Mehrwert. Ein Karussell mit 5 bis 7 Slides zu Pairings kann gespeichert und geteilt werden, was die organische Reichweite erhöht.

10. Event-Content: Aperitivos, Verkostungen, Themenabende

Wenn du Veranstaltungen organisierst, dokumentiere diese auf Instagram von A bis Z: die Ankündigung, die Vorbereitung, die Durchführung, das Recap. Themen-Aperitivos, Wein- oder Craft-Beer-Verkostungen, Sonntagsbrunch-Specials, Abende mit Live-Musik. Events erzeugen einzigartige, nicht replizierbare Inhalte und generieren FOMO (Fear of Missing Out), die Menschen dazu bringt, beim nächsten Mal dabei zu sein.

11. Lieferanten-Stories: Die Herkunft erzählen

Woher stammt der Kaffee, den du ausschenkst? Wer produziert die Schokolade für deine Pralinen? Welcher Bauernhof liefert das Obst für dein Eis? Die Geschichte der Lieferkette zu erzählen, verleiht deinem Produkt Tiefe und Wert. Ein Reel vom Besuch beim Roester oder ein Karussell, das die Käserei vorstellt, von der der Käse für deine Sandwiches stammt, hebt dein Lokal von der Konkurrenz ab und rechtfertigt einen höheren Preis.

12. Kooperationen mit anderen Lokalen oder Marken

Arbeite mit komplementären Betrieben zusammen: eine Bäckerei mit einem Specialty-Coffee-Shop, eine Cocktailbar mit einem Craft-Gin-Hersteller, eine Eisdiele mit einem lokalen Obsthändler. Kooperationen auf Instagram (gemeinsame Posts, gemeinsame Reels, gegenseitige Stories) verdoppeln die Sichtbarkeit, weil sie das Publikum beider Profile erreichen. Suche nach Lokalen in deiner Umgebung mit ähnlichem Publikum, aber ohne direkte Konkurrenz.

Hashtags und Auffindbarkeit für Food & Beverage

Die Hashtag-Strategie für den F&B-Bereich sollte Kategorie-Hashtags, Produkt-Hashtags, Erlebnis-Hashtags und lokale Hashtags kombinieren. So baust du deine Strategie auf.

Hashtags nach Betriebsart

Betriebsart Wichtigste Hashtags
Café / Kaffeehaus #kaffee, #café, #specialtycoffee, #coffeeshop, #coffeelovers, #barista
Bäckerei / Konditorei #bäckerei, #konditorei, #patisserie, #bakery, #gebäck, #torte
Eisdiele #eisdiele, #gelato, #eis, #icecream, #handwerklicheseis, #gelatolovers
Cocktailbar #cocktailbar, #mixology, #cocktail, #bartender, #drinks, #gastronomie
Brauerei / Craft Beer #craftbeer, #brauerei, #bier, #brewery, #beerlover, #biergarten
Brunch-Lokal #brunch, #brunchtime, #frühstück, #sonntagsbrunch, #brunchgoals

Produkt-Hashtags

Verwende spezifische Hashtags für das im Post gezeigte Produkt: #latteart, #cappuccino, #croissant, #brunch, #aperitivo, #cocktailoftheday, #obsttorte, #espresso, #kaffee, #spritz, #tiramisu, #stollenbäckerei. Je spezifischer der Hashtag, desto gezielter erreichst du ein interessiertes Publikum.

Erlebnis-Hashtags

Diese Hashtags erreichen Menschen, die nach einem Erlebnis suchen, nicht nach einem bestimmten Produkt: #instafood, #foodporn, #kaffeepause, #gastronomie, #brunchlover, #foodie, #genuss, #schlemmen, #gutessen, #lebensfreude.

Lokale Hashtags: Der stärkste Hebel

Für ein stationäres Lokal sind lokale Hashtags am wichtigsten: #cafemuenchen, #kaffeeberlin, #baeckereihamburg, #aperitivomuenchen, #eisberlin, #cocktailbarwien, #brunchzuerich, #fruehstueckkoeln. Kombiniere sie mit dem Stadtteilnamen für noch spezifischere Nischen: #cafeschwabing, #brunchkreuzberg, #kaffeemariahilf.

Standort-Tag: Pflicht bei jedem Beitrag

Der Standort-Tag muss auf jedem einzelnen Post, Reel und jeder Story vorhanden sein. Das ist kein Detail, sondern einer der wichtigsten Mechanismen für lokale Entdeckung auf Instagram. Wenn jemand deine Gegend auf der Instagram-Karte sucht, erscheinen deine Inhalte. Tagge immer dein Lokal, und wenn du Inhalte außerhalb postest (Lieferantenbesuche, Events), tagge den jeweiligen relevanten Standort.

ASMR-Audio in Reels: Eine Geheimwaffe

Reels mit originalem ASMR-Audio erzielen in der F&B-Branche überdurchschnittlich hohes Engagement. Das Geräusch des Kaffeemahlens, des Milchaufschaeumens, des Eis-Shakens, der brechenden Brotkruste, der Schokolade, die gegossen wird: Diese Klänge lösen eine sensorische Reaktion aus, die Menschen am Video festhält. Nimm bei deinen Aufnahmen immer den Originalton auf und verwende ihn anstelle generischer Musik.

Vom Follower zum Gast an der Theke

Follower zu haben ist wertlos, wenn sie sich nicht in Menschen verwandeln, die dein Lokal betreten. Hier sind die Strategien, um digitales Engagement in reale Umsätze umzuwandeln.

Link in Bio: Optimiert für das stationäre Geschäft

Der Link in deiner Bio sollte den Gast buchstäblich zu dir bringen. Verwende einen Google-Maps-Link mit Wegbeschreibung oder eine einfache Landingpage mit: Adresse, Öffnungszeiten, Tagesmenü und einem Button „So findest du uns“. Schicke Follower nicht auf deine Website-Startseite, wenn diese nicht für mobile Konversion optimiert ist.

Urgency Stories: „Letztes Stück!“

Stories eignen sich perfekt, um Dringlichkeit in Echtzeit zu erzeugen. „Nur noch 3 Stück Obsttorte!“, „Happy Hour 2-für-1 nur bis 20 Uhr!“, „Das Haselnusseis geht zur Neige…“. Diese Art der Kommunikation nutzt Knappheit und Unmittelbarkeit: Der Gast sieht die Story und entscheidet in Sekunden, ob er vorbeikommt. Das funktioniert besonders gut bei Frischeprodukten, die tatsächlich ausverkauft sein können.

Happy Hour und Tagesspecials bewerben

Nutze Stories, um Happy Hour, Frühstücksrabatte und das Tagesgericht zu bewerben. Erstelle ein wiederkehrendes grafisches Template für jede Art von Aktion, damit Follower sie sofort erkennen. Veröffentliche zum richtigen Zeitpunkt: die Frühstücksaktion um 7:30 Uhr, den Aperitivo um 17:00 Uhr. Konstanz im Timing schafft Gewohnheit.

Treueprogramm über Instagram bewerben

Wenn du ein Treueprogramm hast (Stempelkarte, App, Punktekarte), bewirb es regelmäßig auf Instagram. Zeige die erreichbaren Prämien, feiere Gäste, die ihre Karte vollständig haben, erstelle eigene Stories dafür. Instagram wird zum Kommunikationskanal des Programms, und das Programm wird zum Grund, dem Profil zu folgen. Ein positiver Kreislauf, der sowohl Follower als auch Besuche stärkt.

UGC Repost: „Tagge uns für einen Rabatt“

Motiviere Gäste, Fotos in deinem Lokal zu posten und dich zu taggen. Biete etwas im Gegenzug: 10 % Rabatt, einen Gratis-Kaffee, ein kostenloses Extra. Teile deren Inhalte dann in deinen Stories (mit Tag). Das erzeugt einen doppelten Effekt: Der Gast fühlt sich wertgeschätzt und kommt wieder, und seine Follower entdecken dein Lokal über eine authentische Empfehlung, die weit wirksamer ist als jede Werbung.

Event-RSVP über Stories

Für Veranstaltungen nutzt du die interaktiven Story-Sticker: Umfrage („Kommst du zu unserem Sonntagsbrunch?“), Countdown (Zähler bis zum Cocktailabend), Frage („Welchen Cocktail wünschst du dir auf der Karte?“). Diese Werkzeuge bewerben nicht nur das Event, sondern geben dir auch eine Vorstellung davon, wie viele Gäste du erwarten kannst und was sie bevorzugen. Die Interaktion erhöht zudem die Sichtbarkeit deiner Stories im Algorithmus.

Typische Fehler von F&B-Betrieben auf Instagram

Viele Lokale machen wiederkehrende Fehler, die das Profilwachstum bremsen. Sie zu erkennen ist der erste Schritt zur Korrektur.

1. Fotos mit schlechter künstlicher Beleuchtung

Der größte Feind von Food-Fotos ist falsches Licht. Neonroehren, gelbe Strahler, der Smartphone-Blitz: All das lässt Essen unappetitlich wirken. Die Lösung ist einfach, erfordert aber eine Änderung der Gewohnheit. Fotografiere immer bei Tageslicht, möglichst nah an einem Fenster. Wenn dein Lokal wenig natürliches Licht hat, finde den hellsten Punkt und nutze ihn als „Foto-Ecke“. 30 Sekunden mehr für ein Foto, das funktioniert.

2. Nur Produkt, ohne Atmosphäre oder Menschen

Ein Feed, der ausschließlich aus Produktfotos auf weißem Hintergrund besteht, wird schnell eintönig und kalt. Menschen folgen keinem Katalog, sondern einem Erlebnis. Wechsle Produktfotos mit Atmosphäre-Aufnahmen, Gästemomenten und dem Team bei der Arbeit ab. Das Lokal zu verschiedenen Tageszeiten zu zeigen, bringt Abwechslung. Das ideale Verhältnis liegt bei etwa 60 % Produkt, 20 % Atmosphäre, 20 % Menschen.

3. Zu falschen Zeiten posten

Timing ist in der F&B-Branche entscheidend. Wenn du Frühstück verkaufst, muss dein Content zwischen 7:00 und 8:30 Uhr erscheinen, wenn Menschen entscheiden, wohin sie gehen. Wenn du den Feierabend-Drink bewirbst, poste zwischen 16:30 und 17:30 Uhr. Ein Croissant-Foto um 22:00 Uhr ist eine verpasste Chance. Analysiere die Zeiten, zu denen deine Follower am aktivsten sind (Instagram Insights), und gleiche diese mit den Entscheidungszeiten deiner Zielgruppe ab.

4. Stories für die tägliche Kommunikation ignorieren

Zu viele Lokale nutzen nur den Feed (die permanenten Posts) und vernachlässigen Stories. In der F&B-Branche sind Stories das mächtigste Werkzeug, weil sie Unmittelbarkeit kommunizieren: das gerade gebackene Croissant, der soeben zubereitete Cocktail, der freie Tisch auf der Terrasse. Stories verschwinden nach 24 Stunden, was sie perfekt für tägliche Inhalte, Blitzaktionen und Echtzeit-Updates macht.

5. DMs zu Öffnungszeiten und Menü nicht beantworten

Viele Menschen nutzen Instagram-Direktnachrichten für Fragen: „Wie lange haben Sie geöffnet?“, „Haben Sie glutenfreie Optionen?“, „Kann ich für den Brunch reservieren?“. Nicht zu antworten oder erst nach Stunden zu reagieren bedeutet, Gäste zu verlieren. Richte Schnellantworten für häufige Fragen ein und prüfe die DMs mindestens zweimal täglich. Alternativ nutzt du Story-Highlights, um eine „Info“-Sektion mit Öffnungszeiten, Menü und Kontakt dauerhaft zugänglich zu machen.

6. Sich nicht von der Konkurrenz abheben

Es gibt Tausende Cafés und Bäckereien auf Instagram. Wenn dein Profil wie alle anderen aussieht, gibt es keinen Grund, dir zu folgen. Frag dich: Was macht mein Lokal einzigartig? Vielleicht ist es der Specialty Coffee aus Mikrolots, vielleicht die vegane Patisserie, vielleicht die Vintage-Einrichtung, vielleicht der Barkeeper, der regionaler Mixology-Meister ist. Finde dein Alleinstellungsmerkmal und baue die Profilidentität darum auf.

Wöchentlicher Redaktionsplan für ein F&B-Lokal

Hier ein Beispiel für einen wöchentlichen Redaktionsplan, den du an dein Lokal anpassen kannst. Das Ziel: eine konstante Präsenz, ohne sich zu überlasten.

Tag Feed (Post/Reel) Stories
Montag Product Hero Shot (Frühstück oder Specialty) Wochenmenü + „Guten Start in die Woche“
Dienstag Behind the Scenes (Zubereitung, Lieferungen)
Mittwoch Reel: Zubereitung (Latte Art, Cocktail, Tortendeko) Interaktive Umfrage („Welche Sorte bevorzugst du?“)
Donnerstag UGC-Repost eines Gastes + Tagesspezial
Freitag Karussell (Pairings, Tipps, Neuheiten) Happy-Hour-Aktion + Event-Countdown
Samstag Live-Momente aus dem Lokal (Andrang, Stimmung)
Sonntag Reel: Atmosphäre oder Team-Content Brunch-Special + „Tagge uns!“

Mit 4 Feed-Posts und täglichen Stories hältst du dein Profil aktiv und abwechslungsreich, ohne jeden Tag neuen Content produzieren zu müssen. Der Schlüssel ist Konstanz, nicht Quantität.

Wann professionelles Instagram-Management sinnvoll ist

Ein Instagram-Profil strategisch zu führen erfordert Zeit, Kompetenz und Durchhaltevermögen. Für den Besitzer eines Cafés oder einer Bäckerei ist Zeit die knappste Ressource: Zwischen der Öffnung um 6 Uhr morgens, dem Dauerbetrieb und der Personalführung bleibt kaum Raum für Content-Erstellung, Hashtag-Recherche und Datenanalyse.

Genau hier macht ein professioneller Wachstumsservice den Unterschied. OniGrow ist ein Instagram-Wachstumsservice, der auf einem menschlichen Team basiert und seit 2017 aktiv ist. Das Team steuert das Profilwachstum durch echte Interaktionen mit Nutzern aus deiner Zielgruppe. Es handelt sich nicht um Bots oder Automatisierungen, sondern um echte Personen, die deinem Profil Follower bringen, die sich genuain für Food & Beverage in deiner Region interessieren.

Die Pläne beginnen bei 99 Euro pro Monat für den Basis-Plan, der Elite-Plan kostet 149 Euro und der Platinum-Plan 249 Euro für intensiveres Wachstum.

Der Service hat eine Bewertung von 4,8 von 5 auf Trustpilot, mit Support in 5 Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch). Das ist besonders nützlich für Lokale in touristischen Gebieten, die ein internationales Publikum ansprechen wollen.

Der Hauptvorteil für ein F&B-Lokal ist klar: Du konzentrierst dich auf Produkt und Service, während das Profilwachstum von Profis gesteuert wird, die wissen, wie sie das richtige Publikum in deinem Einzugsgebiet erreichen.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft sollte ein Café oder eine Bäckerei posten?

Ideal sind 3 bis 4 Feed-Posts pro Woche, abwechselnd Reels, Karussells und Einzelfotos. Stories sollten dagegen täglich erscheinen, auch wenn es nur 2 bis 3 pro Tag sind. Konstanz ist wichtiger als Menge: Lieber 3 Posts pro Woche, jede Woche, als 10 Posts in einer Woche und danach einen Monat Stille. Wenn du wenig Zeit hast, konzentriere dich auf tägliche Stories und 2 Feed-Posts pro Woche.

Wie gelingen appetitliche Fotos mit dem Smartphone?

Drei Grundregeln. Erstens: Natürliches Licht, immer. Platziere das Produkt am hellsten Fenster deines Lokals. Zweitens: Sauberer Hintergrund. Marmortresen, Holzbrett, Leinentuch. Entferne alles Überflüssige aus dem Bildausschnitt. Drittens: Winkel. Für Getränke fotografierst du im 45-Grad-Winkel. Für flache Gerichte (Torten, Brunch-Teller) fotografierst du von oben. Reinige die Smartphone-Linse vor jedem Foto und nutze nach Möglichkeit den Portraetmodus, um den Hintergrund unscharf zu stellen.

Funktioniert Instagram auch für Lokale außerhalb der Großstädte?

Auf jeden Fall, und in vielen Fällen sogar besser. In Kleinstädten und Dörfern ist die Instagram-Konkurrenz geringer, sodass es leichter ist, mit lokalen Hashtags aufzufallen. Zudem hat digitale Mundpropaganda in kleineren Orten einen proportional größeren Einfluss: Wenn dein Lokal zum „Instagram-bekannten“ Ort deiner Gegend wird, ist der Gewinn an Gästen enorm. Nutze hyperlokale Hashtags (Ortsname, Landkreis, Region) und tagge immer den Standort.

Wie verwalte ich mehrere Profile bei mehreren Standorten?

Das hängt davon ab, wie unterschiedlich die Standorte sind. Wenn die Filialen ähnlich sind (gleiche Marke, gleiche Produkte), funktioniert ein einziges Profil mit Inhalten von allen Standorten gut: Nenne in der Bio die verschiedenen Standorte und wechsle die Inhalte ab. Wenn die Lokale unterschiedliche Identitäten haben (z.B. eine Bäckerei und eine Cocktailbar), sind separate Profile die bessere Wahl. Nutze in jedem Fall die Meta Business Suite, um mehrere Profile über eine zentrale Oberfläche zu verwalten.

Besser in Instagram oder in Google My Business investieren?

Es ist keine Entweder-oder-Entscheidung. Beide sind nötig, erfüllen aber unterschiedliche Funktionen. Google My Business ist unverzichtbar für die Direktsuche („Bäckerei in meiner Nähe“) und für Bewertungen. Instagram dient der Entdeckung, der Inspiration und dem Aufbau einer treuen Community. Der ideale Gast entdeckt dich auf Instagram, prüft die Bewertungen auf Google und besucht dich dann. Stelle sicher, dass beide Profile vollständig, aktuell und mit hochwertigen Fotos ausgestattet sind. Wenn du einem den Vorrang geben musst, beginne mit Google My Business für die Grundlagen und baue dann deine Instagram-Präsenz für langfristiges Wachstum auf.

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Veröffentlicht am 16. April 2026 Aktualisiert am 5. Mai 2026
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